Zusammenfassung der Ergebnisse der Eigentümerversammlung vom 22. Februar 2017

Die Eigentümer unserer Liegenschaft wurden von der IMV über die geplante Sanierung der Kalt- und Warmwasserinstallationen sowie die im Zuge dieser Sanierung erforderliche Ertüchtigung bzw. Herstellung eines Brandschutzes informiert.

Weiters wurde festgestellt, dass die vorhandenen Rücklagen zur Finanzierung dieses Bauvorhabens nicht ausreichen, deshalb wurde ein Finanzierungskonzept vorgestellt u.zw. in der Form, dass 50 Cent von der derzeitigen Rücklage von 70 Cent pro WNfl für die Bedienung des Instandhaltungsdarlehens zweckgebunden werden. Damit käme es zu keiner weiteren Belastung. Dies setzt allerdings voraus, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann.

Weiters stellt die IMV-Hausverwaltung fest, dass der Brandschutz in unserer Wohnhausanlage nicht den seinerzeitigen Vorschriften entsprach, die bei der Wohnungsübergabe bzw. die zum Zeitpunkt der Errichtung des Wohngebäudes galt.

In der ersten Planungsphase wurden 2 Teststränge auswählt (je einer in der Stiege 2 und einer in der Stiege 6) und mehrere Angebote eingeholt. Die dargestellten Gesamtkosten von rd. € 970.000,-- basierten auf einer Hochrechnung, wobei sich die einzelnen Kostenpositionen wie folgt verteilen:

Ertüchtigung des Brandschutzes: € 477.000 inkl. 15 % Reserve für Unvorhergesehenes
Erneuerung der Steigleitungen inkl. Anschlüsse zu den jew. Wohnungen: € 359.000,-- inkl. 15 % Reserve für Unvorhergesehenes
Planungs- und Nebenkosten, Bauverwaltungshonorar und 10 % USt.: € 134.000,--

Die für die Sanierung notwendige Mehrheit wurde erreicht, rd. 67 % der Eigentümer haben sich für das Sanierungskonzept der IMV ausgesprochen.

Den Umlaufbeschluss sowie das Protokoll von der Eigentümerversammlung finden Sie hier als pdf-Dokument.

umlaufbeschluss.pdf [829 KB]
protokolleigentuemerversammlung.pdf [1 665 KB]

Die Projektumsetzung gestaltet sich aber schwieriger als in der Planungsphase angenommen. Dies lag vorallem daran, dass die beauftragten Experten für den Brandschutz praktisch keine Konzepte auf den Tisch legen konnten und sich schlussendlich vom Projekt zurückgezogen haben. Es stellte sich heraus, dass die stockwerksweise horizontale Abschottung im Nachhinein nur mit einem unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand realisierbar wäre und alle anderen Brandschutzmaßnahmen kaum einen wirksamen Effekt darstellen würden.
Hinsichtlich der Erneuerung der Steigstränge für die Versorgung mit Kalt- und Warmwasser und die Herstellung der neuen Wohnungsanschlüsse (Kupferleitungen bzw. zum Wohnungsabsperrventil), mußte festgestellt werden, dass die ursprüngliche Bauzeit von 2 bis 3 Tagen pro Strang weitaus zu optimistisch geschätzt wurde. Realistischerweise ist die mit einer Bauzeit pro Strang von mindestens 3 Wochen zu rechnen; für diesen Zeitraum ist mit einer Komplettsperre der Wasserversorgung zu rechnen und dies ist den Bewohnern unserer Anlage aufgrund der gegebenen Altersstruktur unzumutbar.

Da nach mehr als 2 Jahren Planungszeit noch immer keine versandfertigen Ausschreibungsunterlagen vorliegen, hat sich der Hausausschuß entschlossen, die seinerzeitige Variante ERNEUERUNG DER WOHNUNGSANSCHLÜSSE (Kupferleitungen) ab der Steigleitung bis zum Wohungsabsperrventil wieder aufzugreifen. Damit halten sich sowohl die Kosten als auch die Umbaumaßnahmen in überschaubaren Grenzen. Bei der derzeitigen Kostensituation können diese Umbaumaßnahmen aus den Rücklagen bestritten werden. Gleichzeitig werden auch die Steigstrangabsperrungen erneuert, so daß bei einem Rohrgebrechen (welche sich künftig in Grenzen halten sollten) rasch gehandelt werden kann.
Der Hausausschuß wird in einer Arbeitsgruppe die entsprechenden Maßnahmen planen, die voraussichtlichen Kosten ermitteln und diese Variante zur Durchführung vorschlagen bzw. raschestmöglich umsetzen.